Neue Wege beim Hagelschutz

Die verschiedenen Hagelereignisse der letzten Jahre und insbesondere jenes vom 26. Mai 2009 verursachten einen grossen Ertragsausfall. So konnten wir die Kundenwünsche speziell nach Rotwein bei Weitem nicht erfüllen.


Hagel mindert meist nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Weines. Die Aromen- und Zuckerbildung der Pflanze werden durch die Hagelverletzung beeinträchtigt. Die verletzten Beeren vernarben und ergeben einen unerwünschten Bitterstoff im Wein. Grund genug, nach Lösungen zu suchen, die wir bei Tessiner Weinproduzenten gefunden haben. Erste Tests mit Hagelnetzen in der Saison 2011 sind sehr positiv verlaufen und haben uns bestärkt, vorerst über 3 Hektaren Junganlagen zu schützen.

Im Gegensatz zu Obstanlagen werden im Rebbau nicht Überzeilennetze gezogen, die eine ästhetische Beeinträchtigung  verursachen können. Wir ziehen die Netze zeilenweise entlang der Laubwand. So bleibt das Netz nur während er laubfreien Zeit sichtbar. Die von uns gewählten schwarzen Netze fallen zudem viel weniger auf als grüne. Hagelnetze sind ökologischer als Einwegnetze und dienen gleichzeitig als Vogel und Wespenschutz. Vögel oder Igel können sich darin nie verwickeln. Den umfassende Schutz der Spiezer Reben werden wir in etwa 10 Jahren erreichen.