Wildbienenhotel beim Katzenstein

 

Die Rebbaugenossenschaft Spiez setzt auf ein möglichst stabiles Ökosystem Rebberg, mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Nistkästen wurden in den Kirschgarten gehängt und Wildbienenhotels erstellt; deren Bewohner in den Medien seit dem Schweizer Film «More Than Honey» ins Rampenlicht gerückt sind. Die wertvolle Begleitflora, insbesondere an den Trockenstandorten in den Terrassenborden, stellt Pollen für Wildbienen und andere Nützlinge bereit. 

 

Pflanzen und Tiere sind gegenseitig voneinander abhängig. Ohne die verschiedenen Arten von Wildbienen, Hummeln und Honigbienen ist eine Bestäubung der meisten Pflanzen und damit deren Fortbestand nicht möglich. Wildbienen leben, anders als Honigbienen, einsiedlerisch. 

Für ihre Nisthöhlen brauchen sie geschützte Hohlräume. Wenn diese nicht schon bestehen, nagen sie Löcher in Erdboden, Totholz, Pflanzenstängel, Schneckenhäuser oder Mauerspalten. In den Nestern legen sie ihre Brutzellen ab und versorgen sie mit Pollen und Nektar als Nahrung für die heranwachsende Larve. Viele solitär lebende Wildbienen leben in Symbiose mit einer einzigen Pflanzenart, die sie bestäuben und die ihnen im Gegenzug als Nahrungsquelle dient. So hängt das Überleben einer Pflanzenart mit dem Vorkommen von Wildbienen zusammen – und umgekehrt.


Für Wildbienen herrscht Wohnungsnot und Nahrungsmangel. Deshalb ist es sinnvoll, wenn der Mensch nachhilft. Mit kleinem Aufwand verhelfen wir den Wildbienen zu Nistplätzen, damit die nächste Generation ungestört heranwächst.