#Nachhaltigkeit

Klimawandel und sauberes Trinkwasser sind in aller Leute Munde. Diese Diskussionen bestärken uns, den eingeschlagenen Weg der Nachhaltigkeit konsequent weiter zu verfolgen. Mit Stolz schauen wir auf 5 Jahre Bewirtschaftung ohne Herbizide und 15 Jahre Insektizid Verzicht zurück. Unsere Reben werden, wenn immer möglich, mit BIO Mitteln behandelt. Dies ist bei Riesling-Sylvaner und Blauburgunder in regenreichen Jahren mitunter schwierig.

 

Seit 2007 arbeiten wir deshalb erfolgreich mit neuen Qualitätsrebsorten, welche auch in niederschlagsreichen Gebieten kaum Pflanzenschutz benötigen. Derzeit haben wir Cabernet Jura, VB 32-7, Muskaris, Sauvignac und neu auch Souvignier Gris angepflanzt. Sie sind robust gegenüber Krankheiten, ergeben gesunde Trauben und Qualitätsweine, die es in Prämierungen schon auf das Podest geschafft haben. So zum Beispiel der Gipfelstürmer, welcher seinem Namen alle Ehre gemacht hat. Weinqualität und Ökologie müssen einhergehen, so unsere Überzeugung.

 

 

Wir verfolgen den Ansatz der regenerativen Landwirtschaft, in welcher Bodengesundheit der zentrale Schlüssel für Pflanzengesundheit und die Herstellung von Qualitätsweinen ist. Wir schaffen bewusst Flächen für Biodiversität, fördern Strukturelemente  in unseren Reben und sehen den Rebberg nicht als öde Monokultur, sondern als verbindendes, lebendiges Landschaftselement, wo es summt und brummt, blüht, duftet und lebt.

 

 

Über die gezielte Einsaat von vielen verschiedenen Blumen und Gräsern zwischen den Reben wollen wir einerseits ein grosses Blütenangebot für Insekten und Bienen schaffen, andererseits im Boden mehr Bodenleben und Humusbildung fördern. Dies geschieht über periodisches Mulchen und oberflächliches Einarbeiten der nährstoff- und wasserreichen Begrünung. Aus alten Rebstöcken stellen wir zudem Pflanzenkohle her, welche im Boden zusammen mit Humusteilchen, Tonmineralien und Bodenlebewesen einen Verbund bilden. Darin werden Nährstoffe und Wasser gespeichert und bei Bedarf wieder an die Pflanzen abgegeben. Dieser aktive Speicher bewahrt Nährstoffe vor der Auswaschung in Gewässer und den Boden vor Austrocknung und Erosion.

 

 

Darum sind all unsere Rebberge seit 30 Jahren begrünt und werden im Winter mit Schafen beweidet. Schafe fressen das Gras und düngen den Rebberg, ohne dabei den Boden zu verdichten. Dank Hagelnetzen soll die Bewirtschaftung mit Schafen auch im Sommer gelingen. Das ist schonender als Grasschnitt mit schweren Maschinen. Zusätzlich zu den Schafen siedeln wir verschiedenen Tiere an.

 

So haben Wildbienenstände, Wendehalskästen, Wiedehopfkasten, Totholz für Spechte und Ast- und Steinhaufen feste Plätze in unseren Rebbergen gefunden. Diese Elemente werden bewusst ausgebaut und sorgen für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht im Rebberg. Wir erhalten dadurch noch mehr Freude an unserer Arbeit.

 

 

Nachhaltigkeit macht bei uns nicht im Rebberg halt. Wir beziehen bewusst Flaschen aus der letzten Glashütte der Schweiz, berücksichtigen Schweizer Zulieferer und pflegen langjährige Zusammenarbeit mit lokalem Gewerbe. Unsere Mitarbeiter stammen aus der Region und erhalten im Branchenvergleich faire Löhne. Sie wohnen in und rund um Spiez und geben ihr Geld in der Region aus. Sie tragen so zu gelebter Nachhaltigkeit und Regionalität bei.

#think global – drink local