Neue Reben in der Schlüsselmatte

Mit der Pflanzung von 2'250 Rebstöcken ist in der Schlüsselmatte ein neues Zeitalter angebrochen.
Mit der Pflanzung von 2'250 Rebstöcken ist in der Schlüsselmatte ein neues Zeitalter angebrochen.

 

Neue Reben in der Schlüsselmatte

Zehn Jahren seit den ersten Gesprächen wurde Mitte Mai 2020 in der Schlüsselmatte die ersten Rebstöcke der widerstandsfähigen weissen Sorte Sauvignac gepflanzt. Vorher hatte Albert Steiner mit einem Bagger die Pflanzzeilen terrassenförmig angelegt.

 

Mit den 2'250 Rebstöcken auf einer Fläche von 1.5 Hektaren realisieren wir das erste Drittel der in der Schlüsselmatte geplanten Pflanzung von widerstandsfähigen Rebsorten. Damit wollen wir die Anbaufläche nicht vergrössern, sondern Druck von den bestehenden Anlagen wegnehmen. So ergibt sich die Möglichkeit, beim Bepflanzen alter Rebanlagen vermehrt ökologische Ausgleichsflächen zu schaffen, mit reduziertem Aufwand und weniger Pflanzenschutz bessere Qualität zu produzieren und den langfristigen Fortbestand des Kulturgutes Rebbau Spiez zu sichern. Die erste Ernte in der Schlüsselmatte erwarten wir in drei Jahren.

 

 

Ökologischer Rebberg mit Vermittlungscharakter

Mit der neuen Rebanlage entsteht in der Schlüsselmatte ein ökologischer Rebberg mit Vermittlungscharakter. In einem grossen Steinhaufen an der Strasse sollen sich Echsen und Schlangen wohlfühlen. Im Biodiversitätseck locken Wildblumenmischungen Bienen und Vögel an. Damit entsteht Anschauungsmaterial für die Schülerinnen und Schüler des Räumli und die Möglichkeit für Schüler zur Mithilfe. Der Schulweg wird durch den Rebbau nicht eingeschränkt. Das Querungsverbot für die Maschinen erfordert Mehraufwand. Dafür hoffen wir, Schüler und Wanderer respektieren ihrerseits unser Gelände.

 

Die verbleibende Hektare unterhalb des Weges wird in einem Jahr angepflanzt. Durch die Saat von verschiedenen Gräsern und Blumen entsteht eine Brache zur Förderung der Bodengesundheit als Grundlage für die künftigen Reben. Um Hunde vom Versäubern und Biker von Querfeldeinfahrten abzuhalten, wird das Gelände mittels Absperrbändern markiert.

 

 

Veredelte Jungreben der neuen Sorte Sauvignac bereit zum Pflanzen.
Veredelte Jungreben der neuen Sorte Sauvignac bereit zum Pflanzen.

 

In die gesamte Neuanpflanzung investiert die Rebbau-Genossenschaft rund 200'000 Franken. Das Gelände pachten wir für 25 Jahre von der Burgergemeinde Bern. Dieser gehört auch der angrenzende Landwirtschaftsbetrieb, den Silas und Cindy Wyss in enger Zusammenarbeit mit dem Inforama bewirtschaften. Unmittelbar neben dem  Hofladen, wo auch unsere Weine zum Kauf angeboten werden – ohne Selbstbedienung - , konnten wir einen Arbeitsraum für die Einsätze in der neuen Rebfläche einrichten.  

 

 

Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, inklusive der direkten Nachbarschaft, die sich sehr interessiert und hilfsbereit gezeigt hat, stimmt uns zuversichtlich. Gemeinsam freuen wir uns auf den Moment, wo wir die ersten Flaschen Wein aus diesem neuen, zukunftsträchtigen «Spiezer» Rebberg geniessen werden.

Text: Guido Lauper/ Ursula Irion

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Öko-Patenschaft «Schlüsselmatte»

Klimawandel und sauberes Trinkwasser sind in aller Leute Munde. Diese Diskussionen bestärken uns, den eingeschlagenen Weg der Nachhaltigkeit konsequent weiter zu verfolgen. Besonders die neue Rebanlage in der Schlüsselmatte wird ein ökologischer Rebberg mit Vermittlungscharakter. 

Mit dem Kauf einer Öko-Patenschaft «Schlüsselmatte» tragen Sie 
zu gelebter Nachhaltigkeit und Regionalität bei.
Mehr Infos dazu finden Sie hier.

 

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