Rebbau Spiez – 1916 bis heute

Weinbau hat in Spiez und Umgebung rund 1000 jährige Tradition. Einst standen rund um den Thunersee ungefähr so viele Reben, wie heute im gesamten Kanton Bern. Krankheiten, Wirtschafts- und Gesellschaftswandel brachten den Weinbau in Spiez und am Thunersee um 1916 zum Erliegen. Bereits 10 Jahre später formierten sich ein paar Freunde der Reben rund um Hans Barben. Offensichtlich fehlte das Kulturgut Reben und Wein der Spiezer Bevölkerung, denn viele Feste und Feiern wurden stets vom Wein begleitet und Landschaften durch den Rebbau beseelt.

 

Weinbauverein 1931 (von links nach rechts) Adolf Barben, Hans Barben, Johann Trachsel, Walter Kasser, Frieda Trachsel,  Fritz Schneider, Eduard Aeberhard, Emil Marty, Adolf Seelhofer, Kurt Kasser und Eduard Lörtscher.
Weinbauverein 1931 (von links nach rechts) Adolf Barben, Hans Barben, Johann Trachsel, Walter Kasser, Frieda Trachsel, Fritz Schneider, Eduard Aeberhard, Emil Marty, Adolf Seelhofer, Kurt Kasser und Eduard Lörtscher.

 

1927 erwarben die Rebfreunde ein erstes Stück Land, das sie wieder mit Reben bepflanzten. Damit begründeten sie vor 90 Jahren den Weinbau der Neuzeit in Spiez.

 

1942 wurde dieser Verein zu einer Genossenschaft umgewandelt, die heuer das 75 jährige Bestehen feiert und gerne neue Mitglieder aus der Bevölkerung aufnimmt. 120 Genossenschafterinnen und Genossenschafter stehen heute hinter dem Gedanken, das Kulturgut von Reben und Wein in Spiez zu fördern und zu erhalten. In 90 Jahren harter Arbeit ist eine einzigartige und wertvolle Kulturlandschaft entstanden, welche der Rebbau Spiez allzeit öffentlich zugänglich hält und der Bevölkerung zu Naherholungszwecken zur Verfügung stellt. Auch das wichtigste Spiezer Fest, der Läset Sunntig, rankt um den Spiezer Weinbau.

 

Viktor Surbek im Rebberg beim Malen des Sujets zur Spiezer Weinetikette.
Viktor Surbek im Rebberg beim Malen des Sujets zur Spiezer Weinetikette.

 

Heute bewirtschaftet der Rebbau Spiez mit seinen 11 Voll- und Teilzeitmitarbeitenden Rebberge am Spiezberg, in Faulensee und im Spiezwiler welche zu den höchstgelegenen nördlich der Alpen gehören und unsere einzigartige Alpine Weinkultur begründen. Mit einer Gesamtfläche von 11.5 Hektaren handelt es sich um den zweitgrössten Weinbaubetrieb des Kantons Bern und um den grössten Selbstkelterbetrieb am Thunersee. Während der Lese dürfen wir auf viele Helferinnen und Helfern zählen, welche zum guten Gelingen unserer mehrfach mit Gold- und Silberdiplomen ausgezeichneten Weine beitragen.

Spiezer Tradition Flasche mit Surbeck-Motiv.
Spiezer Tradition Flasche mit Surbeck-Motiv.

Entwicklung

Wir haben uns in allen Produktionsschritten der Qualität und Nachhaltigkeit verschrieben und versuchen den Einsatz von Pflanzenschutz auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Seit dem Jahr 2016 werden erste Parzellen nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet und auf dem gesamten Betrieb auf den Einsatz von Herbizid verzichtet.

 

 

Der Rebbau Spiez freut sich, der Spiezer Bevölkerung authentische Produkte von höchster Qualität anzubieten, die mit Liebe zum Detail und in vielen Handarbeitsstunden hergestellt werden. Wir freuen uns auf neue Genossenschaftsmitglieder und auf Ihren Besuch an unsern Veranstaltungen und im Weinverkauf!

 

Rebstock im fortgeschrittenen Alter – einzigartiges Kulturgut im Spiezer Rebberg.
Rebstock im fortgeschrittenen Alter – einzigartiges Kulturgut im Spiezer Rebberg.

Vision

Oberstes Ziele sind Qualität und Ökologie: Im Rebberg, bei allen Arbeitsprozessen und im Glas! Um diese Ziele erreichen zu können, brauchen wir moderne Produktionsbedingungen und starke Partner, die uns einerseits helfen die Kulturlandschaft zu erhalten und den Gesamtbetrieb zeitnah zu modernisieren. 

Wir wollen Zeichen setzen und denken bereits an die
nächsten 75 Jahre.